Hetzen, hetzen und die Messer wetzen 
Monday, 19. December, 2005 - Politik
Wie hoch wogen doch die Massenmedienwellen nach den unsäglichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad. Allerdings lassen beide Seiten jegliches Augenmaß fehlen, als ob sie nicht wüßten, daß es nicht nur weiß und nicht nur schwarz gibt. So sollte man, ja, man muß selbständig die Grautöne entdecken, indem man sich informiert, statt irgendwann den Hetztiraden einer der beiden Seiten zu erliegen:

- Muslim-Markt, Was will Ahmadinejad eigentlich?

- Telepolis, "FC Dschihad" gegen "SC Holocaust"?
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Foltergesellenbrief 
Sunday, 18. December, 2005 - Politik
Gerhard Wisnewski schrieb heute:

--- Zitatanfang ---

Der neue Innenminister Schäuble bringt zunehmend alles durcheinander. In Bezug auf die Folterdiskussion sagte er jetzt laut Spiegel online: Wer jede Information zurückweise, bei der man nicht sicher sein könne, dass sie den "Begrenzungen unseres Rechtsstaates entsprechen", der lade Verantwortung auf sich, nicht alles zur Verhinderung eines Verbrechens getan zu haben.

Umgekehrt, Herr Schäuble, umgekehrt: Wer Informationen, die durch ein Verbrechen gewonnen wurden, nicht zurückweist, macht sich mitschuldig an dem Verbrechen.

--- Zitatende ---

Vollständiger Artikel unter: News: Schäuble macht sich mitschuldig

Mal sehr ernsthaft gefragt: Worin besteht eigentlich die Qualifikation der Herrschenden: möglichst viel Unsinn reden und nur dann demokratisch zu denken und zu handeln, wenn es ihnen rein aus politischem Kalkül sinnvoll erscheint?
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Vereinigte Schurkenstaaten von Amerika 
Saturday, 17. December, 2005 - Politik
"US-Präsident George W. Bush hat die Verantwortung für Lauschangriffe innerhalb der USA durch den Geheimdienst NSA übernommen." Das ist heute in den Onlineausgaben einiger Zeitungen zu lesen.
   Wieder einmal versucht die US-Regierung unter Bush, sich aus Situation herauszumogeln, indem sie erklärt, im Kampf gegen den Terrorismus seien solche Abhörmaßnahmen für den Schutz der amerikanischen Bürger notwendig gewesen. Das mag ja stimmen, aber zum einen waren diese Maßnahmen illegal, zum anderen findet sich immer eine Begründung, warum etwas notwendig ist.
   Bevor Bush wiederum Ausreden erfindet, möge er erst einmal den Grund für den weltweiten Kampf gegen den Terrorismus, nämlich den 11. September, ordentlich aufklären lassen. Ansonsten sind all die Begründungen, warum etwas notwendig sein soll, nichts anderes als Staatswillkür - und das ist letztendlich Diktatur.
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11.9. - Wieder eine Kommission? 
Friday, 16. December, 2005 - 9/11 - Der 11. September 2001
Mathias Bröckers schrieb gestern in seinem Writersblog:

--- Zitatanfang ---

"Able Danger" Hearing kommt!

Für den republikanischen Abgeordneten Curt Weldon ist es "ein Skandal größer als Watergate", dass die Erkenntnisse des Geheimdienstprogramms "Able Danger" über Mohamed Atta und seine Terrorkomplizen nicht genutzt wurden, die Anschläge des 11.9. zu verhindern. (...) Nachdem 246 Abgeordnete des Repräsentantenhauses jetzt in einem Brief an Donald Rumsfeld eine Anhörung gefordert haben, hat das Verteidigungsministerium einem öffentlichen Kongreß-Hearing zugestimmt - es soll im Januar stattfinden.

--- Zitatende ---

Es bleibt wieder einmal zu hoffen, daß eine Untersuchungskommission auch tatsächlich aufklärt und nicht eine bloße Alibifunktion erfüllt - siehe den Report der 9/11-Kommission -, um lediglich gewünschte Themen auf die Tagesordnung zu setzen.
   Da nach den Anschlägen des 11. Septembers der Nato-Bündnisfall erklärt wurde, wäre es nur recht und billig, daß diese Tat auch von einer internationalen Kommission untersucht wird. Denn wer würde einen Polizisten, den man vielleicht nicht eines Mordes verdächtigt, aber Zweifel an seiner Integrität hat, weil er die Ermittlungen verschleppte, später mit einer weiteren Untersuchung dieses Mordfalles beauftragen?
   Nun ja, möglicherweise in Schweden nach dem Mord an Olof Palme, als Polizeichef Hans Holmér bestimmte Spuren nicht verfolgen wollte und gelogen hatte, was sein Alibi für den Tatabend betraf. Oder in den USA, als die 9/11-Kommission sich nicht daran störte, daß es keinen gerichtsverwertbaren Beweis dafür gab (und gibt), daß die mutmaßlichen neunzehn Entführer tatsächlich an Bord der Flugzeuge waren.

- Zoom, Die schwedische Stay-behind-Truppe ...

- Berliner Zeitung, Eine Spur führt zu den Spurensuchern
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Oberflächlichkeiten 
Thursday, 15. December, 2005 - Gedanken und Gedichte
Oberflächlichkeiten

Die Finger habe ich mir schon
an heißen Herdplatten verbrannt,
auch die Kniescheiben und Hände
am spröden Asphalt abgeschürft,
erst recht den unnachgiebigen Kopf
an rauhen Wänden aufgestoßen,
doch keine Oberflächlichkeit
wußte mich mehr zu verletzen,
als die eines einzelnen Menschen.

(06/X/99)
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Einigkeit und Recht und Freiheit 
Wednesday, 14. December, 2005 - Kabarett und Satire
Wann haben Sie sich zuletzt Ihre (deutschen) Euro-Münzen genauer angeschaut? Wüßten Sie zu auf Anhieb zu sagen, ob und was auf dem Rande der Ein- und Zwei-Euro-Münzen steht? Richtig! Auf dem Ein-Euro-Stück steht nichts, auf dem Zwei-Euro-Stück "Einigkeit und Recht und Freiheit".

Sie sehen also, daß hierzulande Einigkeit und Recht und Freiheit entweder gar nicht oder bestenfalls am Rande erwähnt werden.

- Ein deutsches Anti-Geschichtsbuch in zwei Bänden von Bernt Engelmann:
  Wir Untertanen
  Einig gegen Recht und Freiheit

- Geschichte wird von unten geschrieben: über das Werk Bernt Engelmanns

- Junge Welt, Der lange Weg an die Macht (Teil II)

- Euro-Banknoten und -Münzen


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Ein ganz demokratischer Mord? 
Tuesday, 13. December, 2005 - Politik

Und wieder ist ein Mensch in den USA hingerichtet worden. Diesmal wurde Stanley "Tookie" Williams getötet. Ausgerechnet in einem Land, das ständig von Werten wie Demokratie und Freiheit spricht und doch mit seinen Hinrichtungen in einer Linie mit Ländern wie China, Iran und Vietnam steht.
   Können wir die Vereinigten Staaten überhaupt noch als demokratisch ansehen oder handelt es dabei nicht längst um einen totalitären Staat? Man

- befürwortet Folter, um Geständnisse zu erpressen,

- läßt Häftlinge über Jahre in Todesangst dahinsiechen, um sie schließlich staatlich sanktioniert zu töten,

- schränkt Bürgerrechte in einem Maße ein, daß kaum noch von Rechten die Rede sein kann,

- ermordet mit ferngesteuerten Raketen angebliche Terroristen, selbstverständlich ohne Gerichtsverfahren ("zielgerichtete Tötungen"),

- will Kriegsverbrecher vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag sehen, lehnt diesen allerdings als Gerichtsbarkeit für eigene Bürger ab (dies gilt ebenso für China, Libyen, Israel und einige weitere Staaten),

- wirft anderen Staaten vor, Massenvernichtungswaffen zu herzustellen, verweigert jedoch UN-Waffeninspekteuren den Zutritt zu den Laboren, Produktions- und Lagerungsstätten der eigenen Massenvernichtungswaffen.

Die Liste ist keineswegs vollständig, aber sie wirft die Frage auf: Was ist an den Vereinigten Staaten noch demokratisch? Denn es genügt nicht - ähnlich dem Pawlowschen Reflex -, den Begriff Demokratie lediglich zu erwähnen, um als eine Demokratie zu gelten. Auch die DDR beanspruchte für sich, demokratisch zu sein; sie trug dies sogar im Staatsnamen. Doch wollte man von der DDR behaupten, sie sei demokratisch gewesen? Nun, sie war jedenfalls so "demokratisch", wie es die Vereinigten Staaten heute sind.

- Deutsche Welle, Dossier über die Todesstrafe: "Informationen über eine archaische Strafe, die in den USA und in China zum Alltag gehört."

*   *   *

Nachtrag: Dieser Artikel wurde am 13.12.2005 auf www.gerhard-wisnewski.de unter "News" veröffentlicht.
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Der 11.9. - Unkritisch und gebührenfinanziert 
Monday, 12. December, 2005 - 9/11 - Der 11. September 2001

Allmählich dringen die Widersprüche des 11. Septembers, die etablierte Medien gerne als spinnerte und paranoide Verschwörungstheorien bezeichnen, in das Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit. Zumindest in den USA. Ob sich ebenso in Deutschland jene Fernsehsender und Meinungsblätter, die bisher krampfhaft an der offiziellen 9/11-Version festhielten, endlich zu einer vernünftigen Berichterstattung durchringen werden, steht hoffentlich nicht in den Sternen.

Die deutschen Medien brauchten noch nicht einmal händeringend nach Material zu suchen: Im "Giftschrank" des WDR liegt die Dokumentation "Aktenzeichen 9/11 ungelöst", die das Autorenduo Gerhard Wisnewski und Willy Brunner für den Sender hergestellt hatte und am 20.06.2003 um 23 Uhr ausgestrahlt worden war. Wesentlich mehr Zuschauer, als der WDR sonst um diese Zeit hatte, wollten diese Dokumentation sehen.
   Ursprünglich wollte man sie kurz danach auf Phoenix wiederholen, doch dann behielt sich der WDR vor, sie selbst erneut zu senden - eigentlich zu senden. Denn auf einmal sollte diese Dokumentation, die selbstverständlich vor der Ausstrahlung vom Sender geprüft und abgenommen wurde, Mängel und abenteuerliche Thesen enthalten haben. Doch nicht nur das: Wisnewski und Brunner sollten keine Aufträge mehr vom WDR erhalten!

Woher kam dieser plötzliche Sinneswandel? Verwundernswert war zumindest, daß der Spiegel bereits vor den Autoren wußte, daß sie nicht mehr für den WDR arbeiten durften. Ausgerechnet jener Spiegel, der sich nicht nur weigerte, ansatzweise über die Widersprüche und offenen Fragen des 11. Septembers zu berichten, sondern aktiv gegen jene Leute anschrieb, die nach seiner Sicht Verschwörungstheoretiker waren.
   Ein wahrlich seltsames Verhalten für ein Blatt, das sich Nachrichtenmagazin nennt. Dieses Verhalten wirft zudem die Frage auf, ob der Spiegel möglicherweise auch bei seinen vielen, vielen anderen Artikeln kritische Stimmen unberücksichtigt läßt und lieber einseitig berichtet.

Ruft man heute das Doku-Archiv auf den Seiten des WDR auf, findet man statt "Aktenzeichen 11.9. ungelöst" nur eine leere Seite. Doch wie kann es ein solcher Sender die Frechheit besitzen, allein darüber zu bestimmen, welche kritische Stimmen in seinem Programm erscheinen? So ungern es die öffentlich-rechtlichen Sender inzwischen hören, aber noch immer existieren sie aufgrund der üppigen Gelder der Gebührenzahler. Diesen Gebührenzahlern sind sie verpflichtet!
   Klaus Bednarz, der lange das WDR-Politmagazin Monitor leitete, meinte vor vier Jahren in einem Zeitungsinterview, das der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender nicht Unterhaltung, Unterhaltung, Unterhaltung laute, sondern Bildung, Information, Unterhaltung. Auch die Dokumentation "Aktenzeichen 11.9. ungelöst" ist gebührenfinanziert, und es ist die verdammte Pflicht des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, in gleichem Maße solche kritischen Beiträge zu produzieren und zu senden, wie dies fortwährend bei diesen vielen unkritischen Sendungen geschieht.
   Niemand muß inhaltlich mit kritischen Beiträgen übereinstimmen, aber sobald diese bereits von vornherein ausgeschlossen werden, bedeutet dies Meinungskontrolle: Wenn bestimmte Informationen, die zu einer Meinungsbildung beitragen, selbst in scheinbar kritischen Beiträgen unterschlagen werden, wird sich bei den Zuschauern stets nur die Meinung herausbilden können, die erwünscht ist.

Im Falle des 11. Septembers lautet diese Meinung: Alles nur Verschwörungstheorie!


- Rezension zu "Aktenzeichen 11.9. ungelöst"

- "Ein Film über den 11.9. und seine Folgen"

Gerhard Wisnewski schrieb vor drei Tagen in einem Artikel auf seiner Seite:

"Fragen Sie hier den WDR, wann er endlich den Film 'Aktenzeichen 11.9. ungelöst' wieder zeigt, der von IHNEN mitbezahlt wurde, bevor das Thema noch von der Bild-Zeitung aufgegriffen wird. Setzen Sie sich dafür ein, daß die peinliche und verfassungswidrige Zensur des WDR endlich ein Ende hat."
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Wir reformieren uns zu Tode 
Sunday, 11. December, 2005 - Politik
Wie oft hörten wir in den vergangenen Jahren dieses eine Wort: Reform. Es wurde so oft mißbraucht, daß sein ursprünglicher Sinn allmählich in Vergessenheit gerät. Reform besagt vor allem Umgestaltung oder eine Verbesserung des Bestehenden. Angesichts der Menschen, die diese Schröderschen Reformen, die nun von der großen Koalition fortgesetzt werden, über sich ergehen lassen mußten, ist natürlich die Frage, worin die Verbesserung des Bestehenden lag, liegt und liegen wird.
   Der Witz bei der ganzen Sache: Es ist nicht einmal gesagt, daß bestimmte Reformen überhaupt etwas bringen - zumindest für das Volk selbst.

Die empfehlenswerte Seite zu diesem Thema: NachDenkSeiten. Diese Seite gehört Albrecht Müller, der das faszinierende Buch "Die Reformlüge" geschrieben hat.
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Verschwörungstheoretiker? 
Saturday, 10. December, 2005 - 9/11 - Der 11. September 2001, Medien
Seit dem 11.09.2001 ist man "dank" der Medienberichterstattung schnell bei der Hand, jene als Verschwörungstheoretiker zu bezeichnen, die nicht jeden Artikel gewisser Edelfedern - auch Journalisten genannt - abnicken. Das ist eine Unverschämtheit sondergleichen, bereitet dies doch den Boden dafür vor, als mündiger Bürger tatsächlich stets das "Richtige" zu denken. Wer hingegen Zweifel anmeldet, ob das denn wirklich alles der Wahrheit entspricht, was deutsche Zeitungen bei New York Times oder Washington Post abschreiben oder den Stellungsnahmen der US-Politiker und -Behörden ohne Bedenken entnehmen, ist eben ein Verschwörungstheoretiker.
   "Either you are with us, or you are with the terrorists." George Bushs vielzitierte Aussage scheint auch der Leitspruch vieler deutscher Meinungsblätter geworden zu sein. Und so werden diejenigen, die sich ganz demokratisch das Recht zur Kritik bewahrt haben, wie etwa im Falle des 11. Septembers Gerhard Wisnewski, Mathias Bröckers, Andreas Hauß, Andreas v. Bülow oder die vielen Ungenannten, von solchen Meinungsblättern als Spinner und Paranoide dargestellt.
   Doch wie demokratisch kann ein Land sein, wenn die Medien ihre Kontrollfunktion nach und nach aufgegeben und sich bei den Regierenden anlehnen, auf daß sie ihnen gewogen sein mögen? Man erinnere sich an Wolf Schneider, der in Unsere tägliche Desinformation schrieb, daß die Medien zwar nicht bestimmen, was wir denken sollen, aber worüber.

Denken wir eben ein bißchen anders und über den Rand von Spiegel, Bild & Co. hinaus:

- Gerhard Wisnewski
- Mathias Bröckers
- Andreas Hauß
- Junge Welt
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Bild - eine "Fehlentwicklung im deutschen Journalismus" 
Friday, 09. December, 2005 - Medien
--- Zitanfang ---

Was stört Sie bei Springer und Bild so sehr: die politische Einseitigkeit oder solch unseriöse journalistische Praxis?

Der Machtmissbrauch. Die infame Hetze. Dass Neidgefühle geschürt werden. Dass die Fakten wider besseres Wissen einfach weggelassen werden. Bild ist publizistische Umweltverschmutzung und leider für viele Unbedarfte und Abgebrühte trotzdem Leitmedium, obwohl doch der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil zu meinen Gunsten Bild eindeutig als eine "Fehlentwicklung im deutschen Journalismus" bezeichnete.

--- Zitatende ---

Günter Wallraff, befragt von der taz am 21.11.2005:
"Bei Wahlen macht ,Bild' immer Politik für die Rechten".


Ein Vorschlag für die nächste "Bild dir deine Meinung"-Kampagne:


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Meinungskontrolle 
Thursday, 08. December, 2005 - Politik
"Zutreffender dürfte sein, daß eine Regierung um so stärker auf Meinungskontrolle zur Sicherung ihrer Herrschaft bedacht sein muß, je 'freier und republikanischer' sie ist.
   Daß die Bevölkerung sich unterwerfen muß, wird nahezu unhinterfragt angenommmen. In einer Demokratie haben die Regierten das Recht zuzustimmen, mehr aber auch nicht. In der Terminologie des modernen fortschrittlichen Denkens sind sie 'Zuschauer', aber - abgesehen von der gelegentlichen Möglichkeit, zwischen Repräsentanten authentischer Macht zu wählen - keine 'Beteiligten'. Das gilt nur für die Politik, während die Bevölkerung im Bereich der Wirtschaft, deren gesellschaftliches Wirken weitgehend festgelegt ist, gemäß der dominierenden Demokratietheorie überhaupt nichts zu suchen hat."

(Profit over People, Kapitel II "Konsens ohne Zustimmung: Wie man das Bewußtsein der Öffentlichkeit reglementiert", Noam Chomsky, Europa-Verlag, Sep. 2000.)
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